
Sinnlichkeit und Melancholie – Hans Meids impressionistische Schwarz-Weiß-Welten
Vortrag von Dr. Barbara Stark,
Mitglied im Kuratorium der Hans Meid-Stiftung
Sonntag, 25. Oktober 2026, 15 Uhr
in der Galerie Fähnle
im Rahmen der noch bis zum 1. November laufenden Ausstellung
„Fähnle-Berlin-Meid – ein Rendezvous“
Hans Meid (1883 Pforzheim–1957 Ludwigsburg) zählt zu den herausragenden Grafikern und Illustratoren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er entwickelte eine eigene, impressionistische Handschrift und kann im Bereich der Druckgrafik in einem Atemzug mit Lovis Corinth, Max Liebermann und Max Slevogt genannt werden. Vor dem Hintergrund einer von Umbrüchen und Spannungen bestimmten Epoche beschwor Meids Werk durch seine sinnlichen wie melancholischen oder dramatischen Darstellungen künstlerische Gegenwelten.
Der Vortrag schildert Hans Meids Leben und Werk sowie seine Beziehung zum Bodensee, beleuchtet aber auch seine Rolle als Lehrer an der Berliner Hochschule für bildende Künste, wo er seit 1919 die renommierte Klasse für Druckgrafik leitete. Auch Hans Fähnle studierte ab Herbst1924 einige Monate bei Meid und vertiefte dort seine grafischen Fähigkeiten. Meids virtuose Kaltnadel-Radierungen und sein feines Gespür für Komposition prägten den jungen Fähnle auf seinem Weg zu einem expressiv-realistischen Stil.
