Fähnle – Berlin – Meid

Galerie Fähnle – Ausstellung

13. September – 1. November 2026

FÄHNLE – BERLIN – MEID

Fähnle-Berlin-Meid
ein Rendezvous

Hans Fähnle zog es mit knapp 21 Jahren nach ersten Semestern an der Akademie Stuttgart nach Berlin. Dort fand er im Meisteratelier von Prof. Hans Meid Anleitung und Inspiration in Grafik und Drucktechniken. Dass in Überlingen in der Städtischen Galerie Fähnle der grafische Nachlass Fähnles lagert, und im benachbarten Konstanz im Hans-Meid Kabinett der Wessenberg Galerie eine umfangreiche Sammlung von Meids grafischen Arbeiten, regte zu diesem Rendezvouz beider Künstler in einer gemeinsamen Ausstellung an. Zu sehen sind ausgewählte Leihgaben der Wessenberg Galerie zusammen mit Grafiken Hans Fähnles.

NetzWERKE – Tag des offenen Denkmals 2026

Die Städtische Galerie Fähnle, 1969 hoch über dem Seeufer errichtet, bewahrt den künstlerischen Nachlass des Malers Hans Fähnle (1903-1965). In wechselnden Ausstellungen dokumentiert seit 2012 der Förderverein Galerie Fähnle e. V. sein künstlerisches Schaffen. Die aktuelle Ausstellung Fähnle – Berlin – Meid beleuchtet das frühe Netzwerk des Künstlers, entstanden bei seinem Studium an den Akademien in Stuttgart, Kassel und Berlin in den 1920er-Jahren sowie dessen Spuren in seinem Werk.

Kuratoren der Ausstellung sind Wolfgang Braungardt und Dr. Ulrike Niederhofer.

Öffnungszeiten Sonntags 15 bis 18 Uhr

Vernissage Sonntag, 13. September 2026 um 15 Uhr
zum Tag des offenen Denkmals

Veranstaltungen

13. September 2026   15:00

Tag des offenen Denkmals
Führung und Bildvortrag, Wolfgang Braungardt

                                   15:30

Vernissage, Vortrag Dr. Ulrike Niederhofer

25. Oktober 2026       15:00

Vortrag Dr. Barbara Stark, Mitglied im Kuratorium der Hans Meid-Stiftung:
Sinnlichkeit und Melancholie
Hans Meids impressionistische Schwarz-Weiß-Welten

01. November 2026    15:00

Finissage / Führung durch die Ausstellung

Hans Fähnle

Hans Fähnle, geboren 1903 in Flein. Studium an der Akademie Stuttgart, an den Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst Berlin und an der Akademie in Kassel. Wanderjahre. 1932 Bau des elterlichen Hauses in der Goldbacher Straße (inzwischen abgerissen) in Überlingen. Von da ab häufige Aufenthalte in Überlingen. Lebensmittelpunkt ab 1935 in Stuttgart, Wohnung und Atelier im Atelierhaus Ameisenbergstraße. 1941-45 Soldat. 1947 Mitbegründer und Lehrer für Malerei der Freien Kunstschule Stuttgart. Mitglied des Künstlerbundes Baden-Württemberg, Gründungsmitglied der Künstlervereinigung Freie Gruppe Stuttgart, Vorstandsmitglied des Verbandes bildender Künstler Württemberg. Kurz nach seinem Tod 1968 in Stuttgart lässt sein Bruder Ernst die Galerie in Überlingen errichten.

Hans Meid

Hans Meid (1883 Pforzheim-1957 Ludwigsburg) zählt zu den herausragenden Grafikern und Illustratoren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ab 1919 Professor an den Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst in Berlin. Seine Schüler waren u.a. Willi Schulz, Felix Nussbaum, Rudie Lesser, Hans Fähnle. Ab 1927 ordentliches Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, nach 1945 Ruf an die Akademie der Künste Stuttgart.
Hans Meid war Konstanz durch seine Freundschaft mit dem kunstaffinen Apotheker Bruno Leiner eng verbunden, der eine große Sammlung an Meid-Grafiken zusammentrug… 2013 wurde in der Städtischen Wessenberg-Galerie Konstanz das Hans Meid-Kabinett eröffnet, in dem dauerhaft, aber in wechselnden Präsentationen das facettenreiche Schaffen des Künstlers vorgestellt wird. Dank der Unterstützung der Meid-Stiftung und der bedeutenden Schenkungen von Prof. Dr. Franz Hermann Franken und Dr. Paul Franken besitzt die Städtische Wessenberg-Galerie mittlerweile rund 100 Druckgrafiken, Aquarelle und Gemälde des Künstlers.